Anmerkungen zum angeblichen Flüchtlingsproblem

Aufgrund zahlreicher zustimmender und ablehnender sowie fragender Kommentare zu unseren letzten beiden E-Mails, hier ein paar Erläuterungen:

1. Dass wir in Deutschland Asylsuchende haben und dass eine im Verhältnis zur Gesamtanzahl geringe Anzahl der Asylsuchenden auch straffällig wird, ist unbestritten. Das geht im Übrigen anderen Ländern mit deutschen Einwohnern ebenso – ohne dass dort die Deutschen für die gesellschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht werden.

2. Ebenso unbestritten ist die Tatsache, dass nicht auch nur annähernd soviel politischer Wirbel um straffällige Deutsche gemacht und demnach mit zweierlei Maß gemessen wird.

3. Es ist weiterhin auffällig, dass Asylsuchende zwar als Problem angesehen werden, aber der Umgang mit den dazu führenden Ursachen (Kriege aller Art unter deutscher Beteiligung) und der politische Umgang mit den Asylsuchenden (z.B. Getthoisierung, Ausgrenzung) selbst überhaupt nicht als politische Probleme definiert und gelöst werden sollen.

4. Unbestreitbar ist aber auch, dass die durch die Asylsuche entstehenden gesellschaftlichen Probleme – im Gegensatz zu anderen Problemen – an sich marginal sind, da – wie bereits erwähnt – der Pflegenotstand, die Altersarmut, die wachsende Verschuldung oder auch der Mangel an bezahlbarem Wohnraum nicht durch die Asylsuchenden verursacht werden. Diese also wesentlich größeren Probleme müssen politischen Vorrang haben bei der Suche und Umsetzung von zukunftsfähigen Lösungen. Denn was nützt uns eine »erfolgreiche« Asylpolitik, welche keine Ausländer mehr ins Land lässt, während Menschen (echte Deutsche!) verhungern und obdachlos werden? Gar nichts!

Im Ergebnis steht unsere Schlussfolgerung also auf festen Füßen.

Nichtsdestotrotz haben wir aber auch für diese Angelegenheit eine machbare Lösung erarbeitet, den Europäischen Asylplan. Wer sich tatsächlich für Lösungen interessiert, kann diesen Teil unserer politischen Vorschläge hier einsehen:

Europäischer Asylplan

Unsere Kurzversion der politischen Lösungen ist einsehbar unter:

Wir machen Demokratie sozial!

Wer es lieber ausführlich und abendfüllend mag, der kann sich unseren Deutschlandplan zu Gemüte führen:

Deutschlandplan

Wer weitere Lösungsvorschläge hat, der kann uns das gern per Mail senden.

Aber bitte lasst uns nicht über Flüchtlinge und/oder Asylsuchende jammern und dabei die großen Probleme außer Acht lassen.

»… gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, …« – Auszug aus der Präambel der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Und dass es im Grunde nicht um Flüchtlinge, sondern um den Drang zur ohnmächtigen Äußerung von nicht kanalisierter Wut über nicht verstandene politische Änderungen im globalen Kontext geht, beweist sehr schön der folgende Kommentar, dessen Verfasser, nach seiner Abmeldung, nunmehr zweimal um dessen Verbreitung gebeten hat:

»Wer nicht erkennt, dass es nicht um Flüchtlinge geht, sondern um Auslöschung eines ganzen Kontinents, und wer außerdem demjenigen, der dieses sehr wohl erkannt hat als „Rechts“ (was immer das heißt) betitelt, hat wohl das Wesen der mafiösen Veranstaltung, welche sich Demokratie nennt, nicht ganz verstanden. Oder gleubt hier irgedjemand wirklich, dass einer Regierung, welche das Wohl ihrer Bürger schon nicht am Herzen liegt, dieses für irgendwelche Einwanderer übrig hat? Diese sind nur Mittel zum Zweck. Und wehe, wenn sie dies erkennen! Dann war das Blutbad an drei Bürgern von Chemnitz nur ein Abklatsch! Deshalb ist es wichtig zuallererst dieser Gefahr zu begegnen. Mit diesem Experiment werden unsere Kinder und Kindeskinder einem großen Leid ausgesetzt.«

Ein klein wenig Wahrheit vermischt mit großer Angst vor dem gefühlt schrecklichen Unbekannten. Also Angst vor dem eigenen Gefühl und Angst vor dem eigenen Unwissen, wie es weitergehen soll. Im Ergebnis Angst vor sich selbst.

Dazu die simplen Fragen:

1. Was genau ist das im Zitat geschilderte Problem?
2. Was genau sind dessen Ursachen?
3. Wie genau lautet die politische und praktische Lösung?
4. Löst die Lösung das Problem?
5. Was ist der Verfasser bereit zu tun für eine Lösung?

Die offenkundigen Antworten sprechen für sich und den Zustand vieler zweifellos zu Recht insgesamt zukunftsängstlicher Bürger. Aber die Frage: »Wie soll uns das helfen, Ordnung in unserem eigenen Land herzustellen? Indem wir Asylsuchende an den Grenzen abweisen?« muss beantwortet werden, wenn wir nicht unsere Kräfte in untaugliche Lösungen investieren wollen. Wir haben nur dies eine Leben!

Wäre die Abweisung von Asylsuchenden die Lösung des Problems, so müsste diese automatisch dazu führen, dass die echten Deutschen ihre Rechnungen wieder bezahlen können. Ist das so?

Wieviel Rechnungen konnte jeder von euch plötzlich bezahlen, weil wieder einmal ein Flüchtling abgeschoben worden ist?

»Die Zeit vergeht ungehindert. Wenn wir Fehler machen, können wir die Uhr nicht zurückdrehen und es erneut versuchen. Alles, was wir tun können, ist, die Gegenwart gut zu nutzen.« Dalai Lama

Diskussionen zum Thema bitte im MIGRATIONSFORUM: https://sozialeunion.de/migrationsforum/